
Kanzel der Andreas-Kirche aus dem Jahre 1679
Die der Renaissance nahestehende Kanzel besteht aus einem siebenteiligem Korpus, wovon nur vier Seiten sichtbar sind. Die einzelnen kassettierten Felder sind mit Rippenprofilen versehen und durch vier schwarze, gedrehte Säulen getrennt. Der leicht trichterförmige, eingezogene Sockel ist mit kräftigen Querkassetten versehen, dessen Inschrift bei der Treppenwand beginnt und sich über die ganze Brüstung zieht.
Inschrift:
«IST UNSER EVANGELIUM VERDECKT SO IST ES DENEN DIE VERLOREN WERDEN»


Die Mantelfläche des Korpus und der Treppenwandung sind ebenso kassettiert und mit Rippenprofilen versehen.
Die Kanzel ist am Treppenansatz mit zwei klappbaren Pfarrstühlen versehen.

Den Zahnschnittkranz des fünfteiligen, vorspringenden Schalldeckels krönen ausgeschnittene Spiralmotive und Obelisken.



Weitere Inschriften sind auf der Rückwand, dem Schalldeckel und dem Ziergiebel zu finden.
Rückwand: ANNO 1679 D VI IUNI
Schalldeckel: «BEFLEIS DICH DAS DU DICH GOT DARSTELEST BEWERT EINEN ARBEITER DER SICH NIT SCHAM»
Ziergiebel: «ANNO 1679 IST DIESE KANTZEL GEMACHET WORDEN VON / MEISTER HANS THEOBALD STUTZ SCHREINER / HERRN JOHANUS PETRUS ZINDEL PFARRER / JUNKER JOHANN HEINRICH ESCHER GERICHTSHERR UND KOLLATOR ZU HÜTTLINGEN»

